Mit Kindern umziehen
Das liebste Kuscheltier verschwindet in einer Kiste, die Spielecke wird abgebaut und in einen Wagen verfrachtet: Wenn Sie Ihrem Kind nicht rechtzeitig erklären, was das alles zu bedeuten hat, könnte ein Umzug ziemlich stressig werden. Ein Umzug mit Kindern sollte bereits sorgfältig vorbereitet und dann gut organisiert durchgeführt werden.Vor dem Umzug: Kindern Lust auf das Neue machen
Sobald feststeht, dass Sie umziehen wollen oder müssen, sollten Sie das Ihrem Kind auch mitteilen und erklären, was das bedeutet: ein neues, anderes Zimmer, evtl. eine neue Stadt, eine neue Schule oder ein neuer Kindergarten, neue Freunde.
So viel Neues kann einem Kind, je nach Alter und Charakter, Angst machen. Um den Kleinsten diese Angst zu nehmen, sollten Sie schon vor dem Umzug mit Ihrem Kind zur neuen Wohnung fahren und ihm alles zeigen. Erkunden Sie mit ihm die Umgebung – vielleicht gibt es hier direkt um die Ecke einen tollen Spielplatz oder eine Freizeiteinrichtung, die es am alten Wohnort nicht gibt. Versuchen Sie herauszufinden, ob und wo es gleichaltrige Kinder in der Nachbarschaft gibt – diese können Sie dann auch, mitsamt der Eltern, zur Einweihungsparty nach dem Umzug einladen.
Lassen Sie Ihr Kind auch bei der Auswahl des Kindergartens oder der Schule, wenn möglich, mit entscheiden. Für einen Umzug mit Schulkindern gilt: Planen Sie Ihren Umzug möglichst so, dass Ihr Kind das Schul- oder zumindest Halbjahr an einer Schule beenden kann. Die Klasse „mittendrin“ zu wechseln kann oft zu einer deutlichen Verschlechterung der Noten führen.
Unser Tipp: Sollte das tatsächlich einmal der Fall sein, können Sie über Internet nach einem Nachhilfelehrer suchen. Die Kosten für Nachhilfeunterricht, der durch einen Umzug notwendig wird, lassen sich übrigens von der Steuer absetzen – ein Ratgeber informiert über alle absetzbaren Umzugskosten.
Erklären Sie Ihrem Kind außerdem, was genau am Umzugstag passiert und das die Dinge, die in Kisten und im Umzugswagen verschwinden, nur in die neue Wohnung gebracht und nicht etwas weggeschmissen werden!
Der eigentliche Umzug: Kinder mithelfen lassen
Bei der Einrichtung des neuen Zimmers sollten Sie Ihrem Kind möglichst freie Hand lassen. Selbst Kleinkinder können schon entscheiden, welche Farbe die Wände haben sollen und auch wenn Sie sich mit der grellen Tapetenauswahl Ihrer 10-jährigen Tochter nicht anfreunden können: Lassen Sie sie gewähren, damit vermeiden Sie zusätzlichen Stress – und schließlich müssen Sie ja nicht in dem Zimmer schlafen!
Beim Umzug sollten Sie dann dafür sorgen, dass Ihr Kind beschäftigt ist: also am Besten das Kinderzimmer zuerst ab- und dann wieder aufbauen. Ältere Kinder können vielleicht schon selbst ein Regal wieder zusammen schrauben, kleinere Kinder können ja in jedem Fall Umzugskartons ein- und auspacken. Und machen Sie nicht den Fehler, das Lieblings-Stofftier in eine Umzugskiste zu verpacken – sollte beim Umzug doch etwas schief gehen oder Ihrem Kind der Abschied von der gewohnten Umgebung sehr schwer fallen, ist das Kuscheltier der beste Trost!
Gleiches gilt für all die Dinge, die Sie in den ersten Stunden und der ersten Nacht im neuen Zuhause brauchen: Packen Sie eine extra Reisetasche mit den wichtigsten Dingen, damit Sie sich später nicht erst durch sämtliche Umzugskisten wühlen müssen.
Tipp zur Eingewöhnung: Verzichten Sie auf eine komplett neue Kinderzimmereinrichtung zum Umzug – die neue Wohnung und Umgebung an sich ist aufregend genug. Erst wenn sich wieder eine gewisse Alltagsroutine eingestellt hat, sollten Sie neue Möbel für Ihr Kind kaufen. Ein Weblog gibt weitere Tipps für den Umzug mit Kind und die Zeit danach.

